One Health
Der One Health Ansatz beschreibt die enge Verbindung von Mensch, Tier, Pflanzen und Umwelt. Er verbindet Human-, Veterinär-, Umwelt- und Lebensmittelwissenschaften, um einen Mehrwert für die Gesundheit aller zu erzielen. Inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit ist der Schlüssel dazu.
One Health – gemeinsam für Mensch, Tier und Umwelt
Die Gesundheit von Menschen, Tieren, Pflanzen und unserer Umwelt ist eng miteinander verbunden. Dieses Zusammenspiel beschreibt der One Health Ansatz. Er bringt Humanmedizin, Veterinärmedizin und Umweltwissenschaften inklusive Lebensmittelwissenschaften zusammen, um die Gesundheit aller zu fördern. Dies bedingt eine starke inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit und soll durch diese Zusammenarbeit einen echten Mehrwert für alle schaffen.
Eine der grössten Herausforderungen dabei sind Antibiotikaresistenzen: Wenn Antibiotika nicht mehr wirken, wird die Behandlung von Infektionen schwieriger – mit Folgen für die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt. Alle Bereiche sind gleichermassen von den Folgen betroffen, wobei die Ursache der Resistenzentwicklung durch unser aller Bedürfnis nach der Verfügbarkeit effektiver Infektionstherapien gelenkt wird. Eine Lösungsstrategie kann deshalb nur innerhalb eines One Health Ansatzes erarbeitet und umgesetzt werden.
Warum ist das wichtig?
Antibiotikaresistente Keime sind ein Gesundheitsrisiko: Magen-Darm-Infektionen bis zu Harnwegs-, Wund- oder Augeninfektionen lassen sich deutlich schwerer behandeln, wenn herkömmliche Medikamente wie Antibiotika nicht mehr wirken. Dies gilt sowohl für den Menschen wie auch für Haus- und Nutztiere.
Was tun wir ?
Im Amt für Verbraucherschutz arbeiten wir nach dem One Health Ansatz interdisziplinär zusammen. Mit dem kantonalen Überwachungsprojekt «One Health - Antibiotikaresistenzen im Kanton Zug» werden antibiotikaresistente Keime in Oberflächenwasser und Abwasser überwacht, Risiken früh erkannt und mögliche lokal anwendbare Lösungsstrategien erarbeitet.
Dieser gesamte Prozess wird im Einklang mit dem One Health-Ansatz und daher unter starkem Einbezug weiterer Ämter, Fachstellen und Organisationen sowie wissenschaftlicher Begleitung durch das Amt für Verbraucherschutz geleitet.
Die beteiligten Ämter und Organisationen sind:
- Amt für Sport und Gesundheitsförderung
- Gewässerschutzverband Region Zug
- Landwirtschaftliches Bildungs- und Beratungszentrum LBBZ
- Institut für Lebensmittelsicherheit und Hygiene, Universität Zürich
- Institut für medizinische Mikrobiologie, Universität Zürich
- Bofeld Vet AG Praxis für Nutztiere Baar
- Infektiologie und Spitalhygiene, Universitäts-Kinderspital Zürich
Weitere Informationen zum Thema Antibiotikaresistenzen finden Sie bei "StAR - Strategie Antibiotikaresistenz " des Bundes (direkt zu Informationsmaterial) sowie unter dem Thema One Health beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen.
