Lebensraumförderung
Die natürlichen Lebensräume der einheimischen Tiere und Pflanzen werden kleiner. Für manche Arten wird das zur existenziellen Bedrohung. Der Kanton Zug engagiert sich für den Schutz von Tier- und Pflanzenarten und bekämpft gleichzeitig die Ausbreitung von eingeschleppten Arten, sogenannten Neobiota.
Regionales Saatgut
Die Begrünung mit regionalem Saatgut verfolgt das Ziel, die genetische Vielfalt, die Arten und die Ökotypen, welche an die lokalen Boden- und Klimaverhältnisse angepasst sind, zu erhalten. Für die Neuanlage von Biodiversitätsförderflächen im Landwirtschaftsgebiet gibt es im Kanton Zug eine Reihe von Unterstützungsangeboten. Untenstehendes Dokument gibt eine Übersicht zu den Voraussetzungen und Kontakten.
Bezug von regionalem Saatgut für Landwirtinnen und Landwirte
Regionale Gehölze
Auch die Verwendung von regionalen Gehölzen leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der genetischen Vielfalt und jener Arten und Ökotypen, die optimal an die lokalen Boden- und Klimabedingungen angepasst sind. Die Abteilung Natur und Landschaft hat in Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachstellen eine Übersicht von Gehölzarten erarbeitet, die sich grundsätzlich oder unter bestimmten Voraussetzungen für Pflanzungen ausserhalb wie auch innerhalb der Bauzone im Kanton Zug eignen (siehe untenstehendes Dokument). Im Kanton Zug bestehen verschiedene Möglichkeiten für den Bezug von Gehölzen mit lokaler Herkunft. Gerne beraten wir Sie bei der Wahl von geeignetem Pflanzmaterial.
Pflanzempfehlungen für Gehölze im Kanton Zug
Lebensraum Feldhase
Die Feldhasenbestände in der Schweiz und auch im Kanton Zug befinden sich auf einem sehr tiefen Niveau. Im Grünlandgebieten, die zur Grasproduktion dienen, lassen sich hierbei wesentlich weniger Tiere finden als in Ackerbaugebieten.
Die intensive Landwirtschaft, Überbauungen, Zersiedelungen sowie auch der zunehmende Druck durch den Freizeitbetrieb schränken eine artenreiche Kulturlandschaft immer mehr ein. Besorgniserregend ist vor allem die Situation im Grünland. So verunmöglicht die intensive Nutzung der Wiesen und Weiden zum Beispiel eine erfolgreiche Fortpflanzung der Feldhasen. Die heutigen Auflagen des ökologischen Leistungsnachweises (7 % Biodiversitätsförderflächen) reichen nicht aus, um die Bestände zu fördern. Dass man dem Feldhasen aber mit Aufwertungen durchaus auf die Sprünge helfen kann, zeigen exemplarische Projekte (z.B. im Schaffhauser Klettgau, St.Galler Rheintal). Die Fördermassnahmen wirken sich jedoch erst nach einigen Jahren positiv auf die Dichte des Feldhasen aus und sind nur dort wirksam, wo der Anteil an hochwertigen Ökoflächen bei ca. 10 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche liegt.
Ansprechpersonen
Genoveva Haibach
Projektleiterin
6300 Zug
Michael Gehrig
Projektleiter
6300 Zug
Dominik Hirschi
Projektleiter
6300 Zug
Kontakt
