12.06.2026, Information
Zivilschutzorganisation - Präzise Ortung unter schwierigsten Bedingungen
Wiederholungskurs der Pionierkompanie 3 «Trümmerrettung» im Ausbildungszentrum Schönau in Cham
Wenn nach einem Ereignis Menschen infolge eines Gebäudeeinsturzes unter Trümmern eingeschlossen sind, zählt jede Minute. Die Rettungskräfte müssen rasch feststellen können, ob sich noch Personen in einem beschädigten Gebäude befinden und wo sie sich aufhalten. Erst wenn der mögliche Aufenthaltsort eingegrenzt ist, können die Rettungsarbeiten gezielt und möglichst sicher aufgenommen werden.
Das Ortungsgerät kommt dort zum Einsatz, wo Personen unter eingestürzten Gebäudeteilen eingeschlossen oder verschüttet sind. Mit hochempfindlichen Sensoren können selbst sehr schwache Geräusche und kleinste Vibrationen erfasst werden. Dazu gehören beispielsweise Klopfzeichen, Bewegungen, Rufe oder Atemgeräusche.
Das System verfügt über bis zu sechs seismischen Sensoren. Diese werden direkt auf geeigneten Bauteilen oder in der Trümmerstruktur platziert. Sie erfassen feinste Schwingungen und übertragen diese an das Anzeigegerät. Die Signale werden verstärkt und können über Kopfhörer ausgewertet werden. So erhalten die Einsatzkräfte wichtige Hinweise darauf, wo sich eine eingeschlossene Person befinden könnte.
Mit der Einführung des Delsar Life Detector wird die Trümmerrettung innerhalb der Zivilschutzorganisation gezielt weiterentwickelt. Künftig soll innerhalb der Formation eine spezialisierte Gruppe für die technische Ortung eingeschlossener Personen aufgebaut werden.
Das Gerät ergänzt bewährte Suchmethoden wie die Klopf-Ruf-Horch-Methode oder den Beizug von Rettungshunden. Dadurch kann die Pionierkompanie 3 eingeschlossene Personen noch gezielter lokalisieren und die Rettungsarbeiten dort aufnehmen, wo die Hilfe am dringendsten benötigt wird.
Ausbildung am Ortungsgerät
Grundaufbau Delsar Life Detector mit vier Sensoren
Ortungsspezialist im Einsatz
